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Wer macht wo Karriere?

Photo: Matthias Creutziger

Fabio Luisi

Sächsische Staatsoper Dresden

Fabio Luisi kehrt der Sächsischen Staatsoper Dresden frühzeitig den Rücken. Grund seien unterschiedliche Auffassungen zu künstlerischen Kompetenzen und der künstlerischen Ausrichtung der Staatskapelle. Damit steigt der Dirigent aus seinem bis 2012 geschlossenen Vertrag vorzeitig aus. Bis zu seinem Wechsel an das Opernhaus Zürich zur Spielzeit 2012/2013 widmet er sich nun seiner Aufgabe als Chefdirigent der Wiener Symphoniker sowie anderweitigen Engagements.

Geboren wurde Luisi 1959 in Genua/Italien und begann seine musikalische Laufbahn mit der Klavierausbildung im Alter von vier Jahren. 1978 erhielt er sein Diplom im Fach Klavier am Konservatorium Niccolò Paganini seiner Heimatstadt. Weitere Klavierstunden erhielt er vom italienischen Pianisten Aldo Ciccolini in Paris, setzte sein Klavierstudium in Italien jedoch gleichzeitig bei Antonio Bacchelli fort. An der Grazer Musikhochschule wurde Luisi Schüler von Milan Horvat, den er in Genua kennengelernt hatte. Nach zwei Jahren als Vertragslehrer für Musiktheorie und Kammermusik am Konservatorium in La Spezia zog Luisi nach Österreich um sein Kapellmeisterstudium zu beginnen und finanzierte sich als Pianist, sowohl solistisch als auch als Liedbegleiter und Kammermusikpartner. Nach seinem Diplom mit Auszeichnung als Kapellmeister im Jahr 1983 trat Luisi sein erstes Engagement als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper an. Auch in den folgenden Jahren dirigierte er an der Grazer Oper und erarbeitete sich damit ein sehr breites Repertoire. Im Jahr 1987 verließ Luisi schließlich Graz und gastierte in den wichtigsten Opernhäusern und Sinfonieorchestern (Staatstheater Stuttgart, Nationaltheater Mannheim, hr-Sinfonieorchester in Frankfurt, Deutsche Oper Berlin, Opéra Bordeaux, Rundfunkorchester München, Gewandhausorchester Leipzig). Seit seinen Debütauftritten an der Bayrischen Staatsoper, der Berliner Staatsoper Unter den Linden und der Wiener Staatsoper ist Luisi dort ständiger Gast. Im Jahr 1990 wurde unter seiner Leitung das Grazer Symphonische Orchester neu gegründet. Nach fünf Jahren wechselte Luisi als künstlerischer Leiter und Chefdirigent zum Tonkünstler-Orchester nach Wien (Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester) und übernahm gemeinsam mit Viotti und Honeck von 1996 bis 1999 die Leitung des Sinfonieorchesters des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig und wurde kurz darauf bis ins Jahr 2007 dessen alleiniger Chefdirigent und künstlerischer Leiter. Darüberhinaus leitete er von 1997 bis 2002 das "Orchestre de la Suisse Romande" in Genf und begann 2000 seine Karriere in den USA. Mit wiederholten Einladungen zu den Salzburger Festspielen seit 2002 begann seine stetige Zusammenarbeit mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Seit dem Jahr 2005 ist Luisi außerdem Chefdirigent der Wiener Symphoniker und trat sein Amt als GMD der Sächsischen Staatsoper Dresden und als Chefdirigent der Staatskapelle Dresden zur Spielzeit 2007/08 an.

www.semperoper.de

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