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Freitag, 22. März 2019

Photo: Peter Meisel

BR-Symphonieorchester

Mariss Jansons

. Der lettische Dirigent Mariss Jansons hat seinen bis 2012 laufenden Vertrag als Chefdirigent des Chors und Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bis zum Jahr 2024 verlängert. Jansons ist als Nachfolger von Eugen Jochum, Rafael Kubelik, Sir Colin Davis und Lorin Maazel seit 2003 Chefdirigent der beiden Klangkörper des Bayerischen Rundfunks.

Der 1943 im lettischen Riga geborene und in der Sowjetunion aufgewachsene Sohn des Dirigenten Arvid Jansons studierte Violine, Viola und Klavier. Seine Dirigentenausbildung am Leningrader Konservatorium absolvierte er mit Auszeichnung. Anschließend vervollständigte er seine Ausbildung in Wien bei Hans Swarowsky und in Salzburg bei Herbert von Karajan.

1971 gewann Mariss Jansons den Dirigentenwettbewerb der Herbert-von-Karajan-Stiftung in Berlin. Maßgeblich geprägt wurde er durch den legendären russischen Dirigenten Jewgenij Mrawinskij, der den jungen Letten im gleichen Jahr als Assistenten zu den Leningrader Philharmonikern holte. Diesem Orchester, den heutigen St. Petersburger Philharmonikern, blieb Jansons bis 1999 als ständiger Dirigent verbunden. 1971 trat der Künstler zudem eine Stelle als Professor für Dirigieren am St. Petersburger Konservatorium an. Diesen Posten behielt er bis 2000.

Vor seinem Engagement bei den Klangkörpern des Bayerischen Rundfunks (2003) sowie in Amsterdam (2004) war Mariss Jansons zudem Chefdirigent der Osloer Philharmoniker (1979 bis 2000), erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra (1992 bis 1997) und Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra (1997 bis 2004). Er arbeitete darüber hinaus mit zahlreichen bedeutenden Orchestern in aller Welt. Einen besonderen Stellenwert nehmen zudem die Wiener und Berliner Philharmoniker ein, die Janson regelmäßig in Wien und Berlin dirigierte und zusätzlich auf Tourneen durch Europa, die USA und Japan begleitete.

Mit zahlreichen Preisen wurden Jansons Aufnahmen geehrt. Mariss Jansons ist Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien sowie Honorary Member der Royal Academy of Music in London. 1996 war er "EMI Artist of the Year". Für sein Engagement bei den Osloer Philharmonikern wurden ihm der Norwegische Königliche Verdienstorden "Kommandeur mit Stern", die höchste an Ausländer zu vergebende Auszeichnung, sowie der Anders Jahre Preis, verliehen. 2003 erhielt Jansons die Hans-von-Bülow-Medaille der Berliner Philharmoniker. Im Mai 2004 ehrte ihn die Londoner Royal Philharmonic Society als "Conductor of the Year". 2006 erhielt Jansons den Orden "3 Sterne" - die höchste Auszeichnung der Republik Lettland. Mariss Jansons ist außerdem Ehrendoktor der Musikakademien von Oslo und Riga.

www.br.de

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