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Donnerstag, 19. September 2019

Photo: Manuela Schuster

Mozarteum Salzburg

Maxim Vengerov

. Die Leitung der Universität Mozarteum Salzburg hat eine Universitätsprofessur für Violine an Maxim Vengerov vergeben. Mit Maxim Vengerov kommt einer der weltweit am meisten gefeierten Geiger nach Salzburg, um ab Beginn des Wintersemesters 2019/20 für drei Jahre an der Universität Mozarteum Salzburg zu wirken.

Der Grammy-Preisträger Maxim Vengerov (geb. 1974) ist einer der besten Geiger und angesehensten klassischen Künstler unserer Zeit und genießt auch als Dirigent internationale Anerkennung. Bereits im Alter von zehn Jahren gewann er die renommierte Henryk Wieniawski Competition sowie fünf Jahre später den internationalen Carl- Flesch-Violinwettbewerb. Auch seine erste Studioaufnahme spielte er bereits im Alter von zehn Jahren ein.

Maxim Vengerov wurde zunächst von Galina Turtschaninowa unterrichtet und war einer der Eleven, die in den frühen 1990er-Jahren dem legendären Geigenlehrer Zakhar Bron aus dem Ostblock an die Musikhochschule Lübeck folgten, doch zählte Vengerov zu den Wenigen, die dauerhaften Erfolg hatten. Er spielte eine Vielzahl von Aufnahmen für bekannte Labels wie Melodia, Teldec und EMI ein, wofür er u. a. mit einem Grammy Award, einem Classical Brit Award, fünf Edison Classic Awards sowie zwei ECHO Klassik Awards ausgezeichnet und vom Gramophone Magazin zum Künstler des Jahres gekürt wurde. Zur künstlerischen Entwicklung trug die Zusammenarbeit mit herausragenden Dirigenten wie Mstislaw Rostropowitsch und Daniel Barenboim bei. Überdies studierte Vengerov Dirigieren bei Vag Papian.

Anfang 2007 erlitt er eine Verletzung am rechten Arm, weshalb er als Solist eine Zeit lang pausierte und nur als Dirigent auftrat. Seit September 2010 konzertiert er wieder als Geiger. Maxim Vengerov spielt auf einem legendären Instrument, der „Ex-Kreutzer“ Stradivari von 1727. In den vergangenen Jahren trat er sowohl als Solist als auch als Dirigent mit vielen großen Orchestern auf, darunter das New York Philharmonic Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Chicago, Montreal und Toronto Symphony Orchestra.

Mit großer Leidenschaft widmet sich Maxim Vengerov der Ausbildung und Förderung junger Talente. Er hatte weltweit vielfältige Unterrichtspositionen inne und fungiert als Botschafter und Gastprofessor an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz. Im Herbst 2016 übernahm er zudem die Polonsky-Gastprofessur am Royal College of Music in London.

Die Künstlerpersönlichkeit Maxim Vengerov beleuchten einige Dokumentationen, darunter „Playing by Heart“ für Channel Four, 1999 bei den Fernsehfestspielen in Cannes gezeigt, und „Living the Dream“, 2008 mit dem Gramophone Award als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

www.uni-mozarteum.at

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