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Donnerstag, 7. Juli 2022

Photo: Daniel Ernst, Fotolia LLC

Pressemeldungen im Originaltext

Venezuela zu Besuch in Deutschland

290 junge Musiker der Jungen Philharmonie Venezuela auf Tournee durch Deutschland


In zwei Wochen ist es soweit, dann werden 290 junge Musiker aus Venezuela zu Besuch nach Deutschland kommen und die Menschen in sechs Städten mit ihrem lateinamerikanischen Temperament und ihrer Begeisterung anstecken, mit ihrer Musik verzaubern und mit ihrer Geschichte beeindrucken. Aber auch für die Veranstalter ist die Tournee eine logistische Meisterleistung.

Fünf große Konzertsäle und ein Kongress bereiten sich erwartungsvoll auf die Mitglieder der Jungen Philharmonie Venezuela, des Venezuelan Brass Ensembles sowie des Atalaya-Ensembles vor, die während ihrer Tournee von Höhepunkt zu Höhepunkt eilen. Beethoven, Saint-Saëns, Schostakowitsch und Prokofjew sorgen neben lateinamerikanischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts für eine geballte Portion Spannung.

Das Auftaktkonzert findet in Bonn statt. Zu Ehren des in Venezuela sehr beliebten Ludwig van Beethoven starten die jungen Musiker beim Bonner Beethovenfest – und bringen ihre auf eigentümliche Weise lateinamerikanische Beethoven-Interpretation mit. Doch nicht genug damit, am Tag nach dem Konzert werden sich die Jugendlichen auf vier Bonner Schulen verteilen und dort mit den Schülern gemeinsam musizieren. Eine große Herausforderung für die deutschen Teilnehmer des Treffens, denn die Gäste musizieren mit hoher Perfektion und auf ebensolchem Niveau. Die Jeunesses Musicales Deutschland will mit der nun bereits dritten Tournee dieses Orchesters durch die sechs deutschen Städte Impulse geben und für mehr Lebendigkeit, Spannung und Spielfreude im deutschen Musikleben werben.

Auch in der Philharmonie Essen werden die Jugendlichen voller Vorfreude erwartet. Die räumliche Dichte in Nordrhein-Westfalen macht eine zweite Station erforderlich, damit möglichst viele Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland erleben können, was Musikpädagogik und Sozialarbeit gemeinsam haben können. In Münster, der dritten Station, kehrt die Junge Philharmonie Venezuela an die Quelle der deutsch-venezolanischen Partnerschaft in Sachen Musik. Detlef Hahlweg, Mitglied der Jeunesses Musicales und Musikpädagoge in Münster, hatte vor vielen Jahren auf einer seiner zahlreichen Südamerika-Reisen das Konzept des „Sistema“ kennen gelernt. Er ließ nicht locker, bis das Studentenorchester Münster zum Konzert nach Caracas reiste und die Jugendlichen zum Gegenbesuch einladen konnte. So entstand im Jahr 2000 die Idee zur ersten Tournee durch Deutschland.

In Münster wird das Orchester auf viele „alte Bekannte“ treffen, von denen Christian Schruff, der Moderator der Kinderkonzerte, erneut die Moderation der Konzerte in bewährter und beliebter Weise übernimmt. Das Konzert reiht sich in die Veranstaltungen zu Ehren des 30jährigen Jubiläums der Münsteraner Kinderkonzerte. Ein Teil der Jugendlichen, der als Brass Ensemble eigenständig auftritt, wird sich hier von der Jungen Philharmonie trennen und nach Hamburg zum Kongress „Kinder zum Olymp“ aufbrechen. Dieses hinreißende sinfonische Bläserensemble steht unter der Leitung von Professor Thomas Clamor, selbst Mitglied der Berliner Philharmoniker, der wie viele seiner Kollegen der Faszination der Musiker erlegen war und seit einigen Jahren den größten Teil seiner Freizeit in Venezuela verbringt, um mit den Bläsern zu arbeiten. Hier gründete er auf Wunsch von Dr. José Antonio Abreu die Akademie für Bläser, schaffte geeignete Literatur heran und sorgte für zusätzliche Instrumente. Außerdem förderte er einen jungen Komponisten des Ensembles, der nun für „eigene“ Werke sorgt. Einmal mehr beweist Thomas Clamor so, dass es für sinfonische Blasensembles über die orchestrale Arbeit hinaus genug Werke zu spielen gibt und diese alles andere als folkloristisch sein können.

Wiedersehensfreude

Das Brass Ensemble unter der Leitung von Thomas Clamor wird in Hamburg den würdevollen Abschluss des Kongresses bilden, der an sich schon an Höhepunkten reich ist. In Bremen warten nicht nur die Freunde der Philharmonischen Gesellschaft in ihrem 180. Jahr auf die Junge Philharmonie Venezuela, die hier in der Glocke ihr Konzert geben wird, sondern auch die Studenten der Musikschule und der in- und ausländischen Universitäten. In einem Symposium am 7.9. stellt sich ein ehemaliges Mitglied der Jungen Philharmonie Venezuela der Diskussion. Der Flötist Efrain E. Oscher unterrichtet seit einigen Jahren in Bremen und gibt sein technisches Know-how verbunden mit seinen venezolanischen Erfahrungen an die Schüler weiter.

Die Freude des Wiedersehens wird in Berlin zum Siedepunkt kommen. Sir Simon Rattle, der die jungen Musiker im vergangenen Jahr in Venezuela selbst in einem einwöchigen Meisterkurs unterrichtete und sich von der hohen Qualität begeistert zeigte, ist Schirmherr der Tournee. Aber auch andere Wiedersehen der Musiker mit ihren Lehrern aus der Berliner Philharmonie und Edicson Ruiz, dem jüngsten Mitglied der Berliner Philharmoniker, stehen auf dem Plan. Der junge Kontrabassist ist ein perfektes Beispiel für den hohen Anspruch in Ausbildung und Ausübung der Venezolaner.

Während der gesamten Konzertreise wird der 24-jährige Shooting-Star, Gustavo Dudamel, der selbst aus dem „Sistema“, dem venezolanischen Orchestersystem stammt, den Stab führen und dafür sorgen, dass immer mehr Menschen in den Bann des Wunders von Caracas gezogen werden.

ZDF, Aspekte sowie Arte und der WDR werden in ihren Kulturbeiträgen berichten, nationale und internationale Medien weisen seit Wochen auf die Tournee des Orchesters hin. Wer die Gelegenheit nutzen kann, dieses einzigartige Orchester live zu erleben, kann ein neues Hörerlebnis genießen. Oder, um mit Sir Simon Rattle zu sprechen: „Die Zukunft der klassischen Musik liegt in Venezuela.“

Konzert- Termine:
23.09. Bonn, Beethovenhalle , Beethovenfest
24.09. Hamburg, Kampnagel, Kongress "Kinder zum Olymp"
25.09. Münster, Großes Haus der Städtischen Bühnen Münster
26.09. Essen, Philharmonie
27.09. Bremen, Glocke
29.09. Berlin, Philharmonie

Verweise:

http://www.jeunessesmusicales.de


Verantwortlich für den Inhalt: Jeunesses Musicales Deutschland
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